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Koserow (1/2) |
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Koserow (1/2)
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Das Seebad Koserow, das sich an die landschaftlich reizvollen Ausläufer des 60 m hohen Streckelsberg anschmiegt, ist eine rund 1500 Einwohner zählende Gemeinde auf der Insel Usedom. Sie befindet sich auf einer Landenge unmittelbar am zentralen Abschnitt des Usedomer Ostseestrandes. An Koserows eigenen Strand schließen sich 20 km weiterer, ununterbrochener Sandstrand sowohl nach Peenemünde in nordwestliche Richtung als auch nach Ahlbeck/Swinemünde in südöstliche Richtung an.
Koserow ist ein Ort mit Tradition auf der Insel Usedom: Schon 1347 wurde die ursprünglich slawische Siedlung erstmalig in einer Urkunde erwähnt. Ältester baulicher Zeuge ist die gotische Dorfkirche, ein rechteckiger Bau aus Feldsteinquadern und Backstein aus dem 13. bis 15. Jahrhundert. Im Kircheninneren, das von einem Holztonnengewölbe überspannt wird, verdient besonders ein alter Schnitzaltar aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts große Beachtung.
Die unter Denkmalschutz stehenden Salzhütten am Strand sind eine weitere kulturelle Attraktion des Ortes. Salz war in früheren Zeiten sehr kostbar, da es kein anderes Konservierungsmittel, geschweige denn Konservendosen gab: Daher wurde das kostbare Gut von den Fischern Koserows vor allen Dingen dazu genutzt, Fisch haltbar zu machen. Überhaupt war Koserow lange Zeit nur ein kleines und armes Fischer- und Bauerndorf, das z. B. im Jahre 1743 lediglich 62 Einwohner zählte. Die Entwicklung zum Seebad hingegen setzte erst um 1850 ein, als man eine Badegesellschaft gründete und daraufhin erstmalig Badegäste eintrafen.1878 wurde die erste Pension errichtet.
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© Andreas Reuter