Koserow (2/2)

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Das Ortsbild ist bis heute einfach, sprich: dörflich, geblieben. In der Regel trifft man Ein- bis Zweifamilienhäuser an. Riesige Hotelanlagen sind nicht vorhanden, aber auch für Koserow gilt, was auf viele andere Gemeinden Usedoms zutrifft: 

  • Es gibt mehr Gästebetten als Einwohner. 

  • Der Tourismus ist der wichtigste Wirtschaftszweig.

 

Einen herrlichen Blick auf die Ostsee, den langen Strand und die Seebrücke von Koserow kann man von den Steilhängen des Streckelsberg (siehe Foto unten) genießen: mit 60 m Höhe bildet er nach dem Golm den zweithöchsten geographischen Punkt auf der Insel Usedom. Noch in neuerer Zeit ließ er sich deshalb auch militärisch nutzen, als man auf ihm einen Hochbunker errichtete, der einerseits als Flakleitturm, andererseits als Beobachtungsposten für die im nahen Peenemünde abgeschossenen Wunderwaffen V1 und V2 diente. Nicht nur als Aussichtspunkt und Beobachtungsposten, sondern auch als Versteck soll bereits im Mittelalter der legendäre Pirat Klaus Störtebeker den buchenbewaldeten Streckelsberg geschätzt haben: Schließlich gewährten ihm dessen Höhlen auch Schutz vor den Häschern der Hanse.

Zum Schluss noch zwei Kulturtipps: 

  • Ganz in der Nähe Koserows liegt Lüttenort, oder besser gesagt: die zum Museum umgestaltete Wohn- und Arbeitsstätte des Otto Niemeyer-Holstein (1896-1984), der ein bedeutender Maler an der deutschen Ostseeküste war. Ein Abstecher dorthin lohnt sich.

  • Ein technisches Denkmal außergewöhnlicher Art befindet sich etwas weiter von Koserow entfernt im südlichen Teil der Insel Usedom: die ehemalige Karniner Eisenbahnhubbrücke, die Anfang der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts erbaut wurde.

Mehr und größere Fotos von Koserow findet man auf meiner Usedom-Portalseite www.usedom-infoweb.de in der Rubrik Koserow.

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© Andreas Reuter