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Lüttenort - Atelier Otto Niemeyer-Holstein |
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Lüttenort
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Wenn man sich von der Seebrücke in Koserow in westliche Richtung entlang des Strandes nach Zempin begibt, erreicht man am Ende des Gemeindegebietes nach kurzer Zeit die engste Stelle der Insel Usedom. Kaum 100 Meter ist sie hier breit. Ein Flecken Land an dieser Schmalstelle scheint sogar auf die vorhandene Enge Bezug zu nehmen und heißt Lüttenort.
Mit Lüttenort wird allerdings weniger die Engstelle als vielmehr das ehemalige Anwesen des 1984 verstorbenen Malers Otto Niemeyer-Holstein bezeichnet. Der Maler selber erklärte einmal, dass Lüttenort nicht deshalb Lüttenort hieße, weil es ein lütter Ort sei, sondern Lüttenort der Ort des Lütten sei. Und der Lütte sei sein kleines Segelboot.
Heute ist das einstige Anwesen des expressiven Realisten Otto Niemeyer-Holstein, der an diesem Ort von 1933 bis 1984 wirkte und lebte, ein öffentlich zugängliches und beliebtes Museum. Das Gelände umfasst sowohl einen großen Garten mit einer umfangreichen Skulpturensammlung und einem ansehnlichen Baumbestand als auch die beiden Wohnhäuser und das Ateliergebäude des Künstlers. Außerdem ist heute noch ein modernes Ausstellungszentrum vorhanden. Was das Museum Lüttenort bzw. das Atelier Otto Niemeyer-Holstein von vielen anderen herkömmlichen Museen unterscheidet, ist, dass hier ein Maler und sein Werk im wahrsten Sinne des Wortes an ihrem Tatort ausgestellt sind. Und dieser Tatort ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Man könnte fast meinen beim Anblick von Lüttenort, Niemeyer-Holstein sei nur kurz verreist und werde morgen vielleicht zurückkommen. |
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© Andreas Reuter